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Pflegemanagement/Pflegedienstleitung in der stationären Altenhilfe, Hospizen und ambulanten Diensten

Prospekt

Kurzinformation    

Leitung des Pflegedienstes in stationären Einrichtungen der Altenhilfe und ambulanten Diensten ( für Krankenhäuser empfehlen wir unseren Studiengang)

  • Dieser Lehrgang ist bereits von Pflegekassen geprüft und bundesweit anerkannt.
  • 1100 Stunden mit Fernstudienanteilen zzgl. Praktikum
  • berufsbegleitend
  • 3-5 zusammenhängende Seminartage pro Monat
  • Dauer: 11. März 2013 - 14. April 2015
  • Preis: 6.479 €
  • Im Anschluss wird ein Aufbaumodul zur Heimleitung angeboten.
  • In der Weiterbildung ist ein Lehrgang Qualitätsmanagement enthalten. Hierfür wird ein ergänzendes Zertifikat ausgegeben.
  • Die ALSO-Akademie ist staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte für diesen Lehrgang.  

Zielsetzung der Weiterbildung

Mit dieser Weiterbildung sollen Personen, die bereits in der Position einer Pflegedienstleitung sind und solche, die sich auf diese Position vorbereiten, angesprochen werden.

Das Berufsbild Pflegedienstleitung ist nicht einheitlich geprägt. Pflegedienstleitungen arbeiten in Pflegeheimen, ambulanten Einrichtungen, Hospizen und Krankenhäusern. Die Aufgaben- und Kompetenzbereiche, die Pflegedienstleitungen zugeordnet sind, weisen große Unterschiede auf. Auch im hierarchischen Gefüge der Einrichtungen sind sie unterschiedlich eingeordnet.

Ein traditionell nicht so festgeschriebenes Berufsbild birgt die Chance der Schwerpunktsetzung nach eigenen Vorstellungen und die Gefahr einer Überfrachtung mit Aufgaben und Ansprüchen. Viele Fäden laufen in der Funktion der Pflegedienstleitung zusammen, dabei werden an ihre Leitungskompetenz hohe Anforderungen gestellt. Ihr Zuständigkeitsbereich bedarf einer klaren Beschreibung.

Die Pflegedienstleitung trägt in ihrer Einrichtung Verantwortung für die Qualitätssicherung und -entwicklung der Pflege und die Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen. Zusätzlich ist sie mit zuständig für die Gesamtbetriebsführung und sie steuert die Organisationsentwicklung und Kommunikationsstruktur. Immer häufiger ist Sie auch im Management spezieller Projekte gefordert.

Die Position erfordert ein hohes Maß an individueller Entscheidungskompetenz, nicht immer steht ein beratendes Team zur Verfügung. Die Pflegedienstleitung steuert, obwohl sie praktisch nicht beteiligt ist, den Pflegeprozess. Dadurch entstehen komplexe Situationen. Diese wahrzunehmen und eine angemessene Form der Gestaltung zu finden, ist eine wichtige Aufgabe.

In der Weiterbildung werden die Grundqualifikationen für die Aufgaben der Pflegedienstleitung vermittelt. Gute Erfahrungen haben wir damit gemacht, dass sowohl Personen, die bereits in der Position erfahren sind als auch solche, die sich darauf vorbereiten, in der Weiterbildungsgruppe zusammen arbeiten. Ein weiteres Ziel ist es, die Kursteilnehmer/innen in ihrer praktischen Arbeit zu unterstützen - bereits während der Weiterbildung. Um das zu erreichen, werden u.a. die Inhalte der Lernveranstaltung und der Lernsituationen auf die Erfahrungsgrundlage der Teilnehmer abgestimmt. Praktisch bedeutet dies, dass Wissen, Kompetenzen und Ideen der Teilnehmer in die Lernveranstaltung einbezogen und weiterentwickelt werden.

Die Weiterbildung soll den Absolventen und Absolventinnen ermöglichen, in jedem Bundesland arbeiten zu können, d.h. Inhalte, Dauer und Abschluss entsprechen den entsprechenden gesetzlichen Grundlagen.

Das Konzept

Diese Weiterbildung wird berufsbegleitend durchgeführt. und umfasst 1100 Stunden zzgl. 400 Stunden Praktikum nach der Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Später kann auf Wunsch das Aufbaumodul Heimleitung ergänzt werden. Im Lehrgang ist der Abschluss als Qualitätsmanager/in mit zusätzlichem Zertifikat integriert.

Wichtig: Jeweils 200 Stunden Praktikum in ambulanten und stationären  Einrichtungen müssen bei der Weiterbildung absolviert werden. Sie sind auch in der eigenen Einrichtung bzw. beim eigenen Träger beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich. 

Mit diesem Aufbau möchten wir den Teilnehmern/innen eine für den Arbeitsmarkt breite und flexible Qualifikation ermöglichen.

Übersicht

  • 765 Stunden Seminar
  • 235 Stunden Selbststudieneinheiten mit Fernlehrbriefen
  • 100 Stunden fachpraktische Übungen
  • 1100 Stunden Pflegemanagement zzgl. 400 Std. Praktikum

Die Zeiten für das Selbststudium und die Anfertigung der Hausarbeit können weitgehend selbst gestaltet werden. Die Hausarbeit soll inhaltlich die Arbeit in der eigenen Einrichtung unterstützen - d.h. die Teilnehmenden können die Wahl des Schwerpunkthemas mit eigenen Interessen verbinden.

Inhalte und Abschnitte

Aufbaumodul Sozialmanagement/Heimleitung (110 Std.) 

Unternehmensstrategie 

Strategisches Management Marktsituation Pflegeheime Pflegesatzverhandlungen
Outsourcing für Heime ¹
Versicherungen für Heime 
Abfallwirtschaft für Heime ¹
Recht und Steuer

Steuern
Rahmenverträge
Vertragsgestaltung Schwerpunkt Heimverträge und Arbeitsverträge
Rechungswesen Controlling 

Ergänzung Buchführung
Kalkulation eines Heimes (Kostenrechnung)  Finanzierung/Investition  
Controlling ¹

Pflegemanagement/Leitung des Pflegedienstes in der stationären Altenhilfe und ambulanten Diensten (1100 Stunden)

Mitarbeiterführung 

Grundlagen der Psychologie
Menschenbilder
Führung von Mitarbeitern
Motivation ¹
Gesprächsführung/Kommunikation Mitarbeitergespräche
Konfliktmanagement
Anleitung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter ¹
Mitarbeiterbeurteilung
Arbeitszeugnisse
Betriebswirtschaft

Grundbegriffe der BWL
Rechtsformen ¹
Personalwirtschaft/TvöD
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
Buchführung ¹
Grundlagen Kostenrechnung
Budgetierung   Personalbedarfsplanung
Personaleinsatzplanung
Dienstplan/Arbeitszeitmodelle Versicherungen ¹
Recht 

Einführung in das Recht
Arbeitsrecht
Betreuungsrecht
Haftungsrecht
Heimrecht ¹
Sozialrecht/
Sozialversicherungsrecht ¹
(SGB XII,SGB V, SGB XI)
Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen ²

Grundlagen des Qualitätsmanagements ¹
Projektmanagement
Dienstleistungsorientierung
Instrumente der Qualitätssicherung
Qualität in der Pflege (MDK)
Zertifizierungssysteme (ISO 9001:2000, KTQ, EFQM, Ral-Gütesiegel, Tüv-Siegel)
Hygienerichtlinien, HACCP
Methoden 

Lern- und Arbeitstechnik
Moderation/Präsentation/Rhetorik
Selbst- und Zeitmanagement Beratungstraining                    
Moderner Schriftverkehr
Telefontraining 
Stressbewältigung 
Prozessbegleitung /
Supervision / Coaching


An einzelnen Tagen der Weiterbildung wird bewusst auf „neuen Stoff“ verzichtet, um an konkreten Aufgabenstellungen zu arbeiten, die einzelne Teilnehmer/innen in ihrer Praxis zu bewältigen haben.
Organisation/Steuerung 

Organisationsentwicklung
Grundlagen des Controlling ¹
Aufbau/Ablauforganisation ¹
Projektmanagement
Konzeption der Pflege

Pflegetheorien/-modelle ¹
Pflegeplanung/Dokumentation ¹
Pflegestandards
Pflegediagnosen
Pflegevisiten
Übergabe Gerontopsychiatrie/Validation
Pflegeforschung
Umgang mit Krankheit und Tod
ausgewählte Pflegethemen (z.B. DRGs, Überleitungspflege)
Hausarbeit 
Informationstechnologie

Betriebssysteme, PowerPoint
Word, Excel, Internet
Pflege/Verwaltungssoftware
Prüfungsvorbereitung
und Prüfungen


¹ Teile dieser Themen werden in Form von Fernstudieneinheiten durchgeführt.
² Über dieses Modul wird ein zusätzliches Zertifikat ausgestellt.

Rechtliche Grundlagen

  • SGB XI und SGB V (geprüft und anerkannt durch Kassen nach §71 SGBXI) 
  • Verordnung des Sozialministeriums des Landes Baden-Württemberg vom 2.8.2004 über die Weiterbildung in Pflegeberufen für die Leitung des Pflegedienstes in Einrichtungen der Altenhilfe und Leitung von ambulanten Diensten.

Abschluss und Zertifikat

Die Leistungsnachweise und Prüfungen beziehen sich in Inhalt und Form auf Situationen aus dem Arbeitsalltag. Zielsetzung ist die Erweiterung von persönlichen Kompetenzen. Für jeden Abschluss ist eine Hausarbeit anzufertigen.
Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer/innen ein ausführliches Zertifikat, das die Lehrgangsinhalte, den Stundenumfang und die Bewertung der Leistungsnachweise enthält. Voraussetzungen dafür sind

  • die regelmäßige und aktive Teilnahme an den einzelnen Weiterbildungsabschnitten (maximal 15 % Fehlzeit)
  • die Anfertigung der Hausarbeit
  • die erfolgreiche Teilnahme an allen Prüfungsteilen

Zugangsvoraussetzungen   

  • Altenpfleger/in, Krankenschwester, Krankenpfleger, Kinderkrankenschwester/pfleger
  • Berufspraxis i.d.R. mind. 2 Jahre

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