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Zusätzliche Betreuungskraft (Alltagsbegleiter, Präsenzkraft)

Prospekt

Kurzinformation     

Zusätzliche Betreuungskraft (Alltagsbegleiter, Präsenzkraft)

  • 160 Stunden
  • 4 Seminarwochen plus 2 Wochen Betreuungspraktikum
  • Kurs 2012 Zeitraum: 05.11.2012 - 15.02.2013 
  • Kurs 2013 Zeitraum: 15.04.2013 - 19.07.2013
  • plus 2 Wochen Praktikum zwischen dem 2. und 3. bzw. 3. und 4. Block.
  • Preis: 963,20 Euro inkl. Lernmittel
  • Unterrichtszeit 9.00 -16.30 Uhr

Zielsetzung der Fortbildung

Pflegebedürftige Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen im Sinne des § 45a Abs. 1 SGB XI haben in der Regel einen erheblichen allgemeinen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf. Darauf hat der Bundesgesetzgeber reagiert und die Finanzierung von zusätzlichen Betreuungskräften beschlossen. Die zusätzlichen Betreuungskräfte sollen betroffene Pflegeheimbewohner betreuen und aktivieren. Als Betreuungs- und Aktivierungsmaßnahmen kommen Maßnahmen und Tätigkeiten in Betracht, die das Wohlbefinden, den physischen Zustand oder die psychische Stimmung der betreuten Menschen positiv beeinflussen können. Die Betreuungskräfte sollen den Pflegeheimbewohnern für Gespräche über Alltägliches und ihre Sorgen zur Verfügung stehen, ihnen durch ihre Anwesenheit Ängste nehmen sowie Sicherheit und Orientierung vermitteln.

Ziel der Fortbildung ist es zusammen mit geeigneten Praktika hierfür eine Basisqualifikation zu vermitteln, die in der täglichen Arbeit in der Einrichtung vertieft werden soll. 

Umfang der Fortbildung und rechtliche Grundlage

Diese Fortbildung wird in mehrtägigen Seminareinheiten durchgeführt und umfasst 160 Stunden.

Rechtsgrundlage ist:
Richtlinie nach § 87b Abs. 3 SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in Pflegeheimen (Betreuungskräfte-Rl vom 19. August 2008)

Auszug aus der didaktischen Konzeption

In der Akademie für Leitung, Soziales und Organisation werden zeitgemäße Prinzipien und Methoden der Erwachsenenbildung angewandt und weiterentwickelt. Leitmotiv bei der Arbeit mit Gruppen ist die Teilnehmerorientierung: Die Lehrgangsarbeit orientiert sich an der subjektiven Ausgangssituation der Teilnehmenden im Hinblick auf ihre Praxisorganisation, ihre Erfahrung, ihren Informationsbedarf, ihre Wünsche und Erwartungen sowie ihre methodische, fachliche und soziale Qualifikation.
 
Um den Lernprozess erwachsenengerecht zu gestalten, werden die Themen blockweise angeboten, d.h. die Gruppe wird mindestens einen halben Tag bis drei Tage zusammenhängend mit einem/einer Dozenten/Dozentin ein Fachgebiet erarbeiten. Die Kursleitung wird die Teilnehmenden im individuellen Lernprozess begleiten und unterstützen. Nicht alle Themen können bereits zu Beginn der Fortbildung behandelt werden. Wenn aber Fragen bezüglich späterer Inhalte entstehen und eine Beantwortung schnell erfolgen soll, stehen die Dozenten/innen der Akademie als Berater oder Vermittler zur Verfügung.

Bei der Durchführung der Lehrgänge kommt eine Vielzahl an Methoden zum Einsatz: Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Vorträge, Plenumsgespräche, Referate, Praxisberichte, Projektarbeiten, Trainings, Rollenspiele, szenische Darstellungen, Experimente und Planspiele.

Inhalte der Fortbildung

Zusätzliche Betreuungskraft (Alltagsbegleiter, Präsenzkraft) 160 Stunden plus Praktikum

Erkrankungen

Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen sowie typische Alterskrankheiten wie Diabetes und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats und deren Behandlungsmöglichkeiten
Kommunikation

Kommunikation und Interaktion unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen an die Kommunikation und den Umgang mit Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen
Grundlagen der Pflege

Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation (Hilfen bei der Nahrungsaufnahme, Umgang mit Inkontinenz, Schmerzen und Wunden usw.) sowie der Hygieneanforderungen im Zusammenhang mit Betreuungstätigkeiten, Erkennen der wechselseitigen Abhängigkeiten von Pflege und Betreuung
Erste Hilfe

Verhalten in Notfallsituationen
Betreuungspraktikum (2 Wochen)

Das Praktikum erfolgt in einem Pflegeheim unter Anleitung und Begleitung einer in der Pflege und Betreuung des betroffenen Personenkreises erfahrenen Pflegefachkraft (idealerweise Pflegefachkraft mit einer gerontopsychiatrischen Zusatzausbildung), um praktische Erfahrungen in der Betreuung von Menschen mit einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz zu sammeln. Das Praktikum muss nicht in einem Block absolviert werden, sondern kann zur besseren Vereinbarkeit mit beruflichen und familiären Pflichten auch aufgeteilt werden.
 
Inhaltlicher Schwerpunkt sind Beschäftigungsangebote im Rahmen gerontopsychiatrischer Betreuung.
Recht

Haftungs- und Betreuungsrechts,  Schweigepflicht, Datenschutz, Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
Betreuung

Kenntnisse, Methoden,Techniken über Verhalten, Kommunikation und Umgangsformen mit betreuungsbedürftigen Menschen
Beschäftigungsangebote und Bewegung

Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Menschen mit Demenzerkrankungen
 
Bewegung für Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen
Ernährung

Hauswirtschaft und Ernährungslehre mit besonderer Beachtung von Diäten und Nahrungsmittel-unverträglichkeiten
Zusammenarbeit und Selbstpflege

Kommunikation, Umgang mit schwierigen Situationen und Zusammenarbeit mit den an der Pflege Beteiligten, u.a. Angehörige , Ehrenamtliche

 Zugangsvoraussetzungen

  • Vorpraktikum (5 Tage  bzw. 4 Wochen)*
  • Nachweis eines Praktikumsplatzes für ein Zwischenpraktikum von 2 Wochen Dauer
  • Gute Deutschkenntnisse ( wegen späterer Arbeit in der Gerontopsychiatrie)
  • i.d.R. Mindestalter von 25 Jahren (jüngeren Interessenten wird eine reguläre 3-jährige Pflegeausbildung empfohlen) 
  • Vollständige Bewerbungsunterlagen inkl. Anmeldung, Bewerbungsfragebogen, Nachweis des Vorpraktikums (Wenn das Praktikum noch nicht beendet ist, kann es vor Beginn des Lehrganges nachgereicht werden!) und Bestätigung eines Praktikumsplatzes für das Zwischenpraktikum
 
* Hinweis: Für Teilnehmer, die noch nicht in einer Pflegeeinrichtung gearbeitet oder hospitiert haben, ist ein Praktikum von mindestens 4 Wochen erforderlich. Das  Orientierungspraktikum in einem Pflegeheim ist vor der Qualifizierungsmaßnahme durchzuführen. Damit ist die Zielsetzung verbunden, erste Eindrücke über die Arbeit, das Interesse und die Eignung für eine berufliche Tätigkeit in diesem Bereich selbst zu prüfen. Für Teilnehmer mit mindestens 6 Monaten in der Pflege ist kein Vorpraktikum mehr erforderlich.

Finanzierung/Förderung

Viele Mitarbeiter können Förderung erhalten, wenn Sie während der Weiterbildung weiter beschäftigt sind und freigestellt werden.  Die Weiterbildungskosten übernimmt die Agentur für Arbeit, indem man dort Bildungsgutscheine beantragt. Berufsfremd eingesetzte Mitarbeiter oder Arbeitslose können sogar unabhängig von Alter und Unternehmensgröße Förderung erhalten. Für die Abwicklung erkundigen sie sich am besten bei der Agentur für Arbeit nach einem für sie zuständigen WeGebAU-Programm-Berater.

Anmeldung

Die Anmeldung ist immer an die Also-Akademie, Waldhoferstraße 11 / 5, 69123 Heidelberg zu schicken. Hierfür benötigen Sie folgende Unterlagen:

Ein TONE2TONE Webprojekt